Menschen mit Behinderungen

Arbeitsgruppe „Gesundheit“

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Dieses Diskussionspapier beruht auf den Ergebnissen der ersten beiden Arbeitsgruppen-Phasen zum Thema Gesundheit im Rahmen des Beteiligungsprozesses zur Fortschreibung des Landesaktionsplans (LAP) zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Baden-Württemberg.

Die Bearbeitung und Zusammenstellung der Ergebnisse erfolgten in folgenden Schritten:

  • Zusammenfassung der Ergebnisse aus Prozessphase 1 und 2
  • Doppelungen zusammenfassen
  • Abschnitte gliedern
  • Einzelbeispiele streichen
  • Zustandsbeschreibungen in Forderungen verwandeln
  • Allgemeine Aussagen werden im Themenbereich „Übergreifende Themen“ gebündelt.
  • Wenn Themen in mehreren oder allen Arbeitsgruppen genannt werden, sollen sie in ein allgemeines Grundsatzkapitel zu Beginn aufgenommen werden.

Sie konnten die Ergebnisse bis zum 14. Januar 2023 kommentieren.

Kommentare

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11. Kommentar von :ohne Name 44018

Themenbereich Begleitung von Angehörigen

Flächendeckend bedarf es Entlastungsstrukturen in ganz B:-W. Hilfe und Unterstützung darf nicht weiterhin vom Wohnort abhängen. Offenen Hilfen müssen passgenau nach Einwohnerzahl ausgestattet werden, finanziell und personell und im Angebotsbereich. Kurzzeitpflege Hospize und Ferienangebote auch für Kinder und Jugendliche mit PG4 und 5 muss es als […]

Flächendeckend bedarf es Entlastungsstrukturen in ganz B:-W. Hilfe und Unterstützung darf nicht weiterhin vom Wohnort abhängen.

Offenen Hilfen müssen passgenau nach Einwohnerzahl ausgestattet werden, finanziell und personell und im Angebotsbereich. Kurzzeitpflege Hospize und Ferienangebote auch für Kinder und Jugendliche mit PG4 und 5 muss es als Entlastungsangebot in jedem Landkreis geben. Es darf nicht der Freiwilligkeit obliegen ob es Angebote gibt oder nicht. Beruf und Pflege eines Kindes mit Behinderung od. chron Erkrankung muss auch in Ba Wüp möglich sein. Die Armutsfalle bes. bei alleinerziehenden und Hartz 4 ist vorprogrammiert, bereits in jungen Jahren ohne, dass dies später verbessert werden kann. Wunsch und Wahlrecht beim Wohnen ab 18 mit hohenen Pflegegraden und pflegerischer Nachtwache fehlt in manchen Regionen völlig bzw großer Mangel, das gehört auch zur Begleitung und Entlastung von Angehörigen. Es kann nicht sein, dass Eltern bis zum eigenen Tod oder Pflegebedürftigkeit ihr eigenes Kind mit Behinderung zu Hause bis zur Erschöpfung pflegen. Dieser Tatbestand besteht so momentan vielerorts.

12. Kommentar von :Tränkle Paritätischer BW

Ausbau bedarfsgerechter Interdisziplinärer Frühförderung

Die erfolgreiche Arbeit in den Interdisziplinären Frühförderstellen und im Gesamtsystem Frühförderung in BW muss fortgeführt werden, deren Inhalte und die Landesrahmenvereinbarung Frühförderung sollte aktualisiert und an die neuen Herausforderungen seit Inkrafttreten der LRV Frühförderung 2014 im Bereich der frühen Förderung von Kindern im Alter […]

Die erfolgreiche Arbeit in den Interdisziplinären Frühförderstellen und im Gesamtsystem Frühförderung in BW muss fortgeführt werden, deren Inhalte und die Landesrahmenvereinbarung Frühförderung sollte aktualisiert und an die neuen Herausforderungen seit Inkrafttreten der LRV Frühförderung 2014 im Bereich der frühen Förderung von Kindern im Alter von der Geburt bis zur Einschulung angepasst und erweitert werden.

 

Ebenfalls sollte die Rahmenkonzeption Frühförderung aktualisiert werden.

13. Kommentar von :Tränkle Paritätischer BW

Struktuelle Förderung der Interdisziplinären Frühförderstellen dynamisieren

Der Zuschuss des Landes BW für Interdisziplinäre Frühförderstellen muss dynamisiert und der Kostenentwicklung angepasst werden, um auch in Zukunft in gleichem Umfang wirksam bleiben zu können.

Ggfs können hierbei auch (künftige) Ausrichtungen Interdisziplinärer Frühförderung mit einfließen.

14. Kommentar von :ohne Name 13044

Gesundheit

Wenn der Notarzt gerufen wird, werden schwermehrfachbehinderte Menschen auf einer Liege mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert.

Der Elektrorollstuhl mit angepasster Sitzschale wird nicht mitgenommen.

Auf dieses wichtige Hilfsmittel sind wir jedoch auch im Krankenhaus angewiesen!

 

 

15. Kommentar von :H. Kabelitz

Erreichbarkeit

Das Thema Gesundheit spielt gerade für Menschen mit Behinderung eine wichtige Rolle. Wenn sie mal krank sind, müssen sie ja auch zum Arzt kommen. Sie verfügen oft aber nicht über ein eigenes Fahrzeug und die Nutzung des ÖPNV ist oft unzumutbar, besonders im ländlichen Raum, wo der ÖPNV kaum gut ausgebaut ist, z.B. fährt der Bus 3x am Tag und ist […]

Das Thema Gesundheit spielt gerade für Menschen mit Behinderung eine wichtige Rolle. Wenn sie mal krank sind, müssen sie ja auch zum Arzt kommen. Sie verfügen oft aber nicht über ein eigenes Fahrzeug und die Nutzung des ÖPNV ist oft unzumutbar, besonders im ländlichen Raum, wo der ÖPNV kaum gut ausgebaut ist, z.B. fährt der Bus 3x am Tag und ist dann im Zweifelsfall überfüllt. Darüber hinaus gibt es noch unzählige Fälle, z.B. Aufnahme, Übergabe und Entlassung von Menschen mit Behinderung uVm., von Menschen mit Behinderung im Zusammenhang mit Krankenhäusern.

16. Kommentar von :ohne Name 14821

Präventionsprogramme zur Gesundheitsförderung

Das Thema "Prävention" und "Gesundheitsförderung" ist im Themenkatalog "Gesundheit" ausgespart. Zielgruppenspezifische und niederschwellige Angebote und Präventionsprogramme zur Gesundheitsförderung fehlen. Auch Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung können mit entsprechenden Maßnahmen und Programmen vieles tun, um der Verlauf der […]

Das Thema "Prävention" und "Gesundheitsförderung" ist im Themenkatalog "Gesundheit" ausgespart. Zielgruppenspezifische und niederschwellige Angebote und Präventionsprogramme zur Gesundheitsförderung fehlen. Auch Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung können mit entsprechenden Maßnahmen und Programmen vieles tun, um der Verlauf der Erkrankung aufzuhalten oder die Last der Erkrankung reduzieren und/oder weitere Erkrankungen zu verhindern.

Brigitte Stähle, LAG Selbsthilfe Baden-Württemberg e.V.

17. Kommentar von :Politik im Blick

Ergänzungen und Ideen zu den Forderungen von Betroffenen

- Die Einstufungen für den Grad der Behinderung müssen individueller entschieden werden. Eine ungerechte Entscheidung stellt oft eine starke Belastung für die Betroffenen dar. Eine Idee von Betroffenen: Hausärzte bzw. Fachärzte mit in die Entscheidung einbinden.   - Die 116 117 ist zum einen schlecht erreichbar und es kann sein, dass keine gute […]

- Die Einstufungen für den Grad der Behinderung müssen individueller entschieden werden. Eine ungerechte Entscheidung stellt oft eine starke Belastung für die Betroffenen dar. Eine Idee von Betroffenen: Hausärzte bzw. Fachärzte mit in die Entscheidung einbinden.

 

- Die 116 117 ist zum einen schlecht erreichbar und es kann sein, dass keine gute Beratung stattfindet.

 

- Betroffene mit Sauerstoffgerät z. B. in der Nacht haben Ängste vor einem Stromausfall, da dann das Gerät nicht mehr geht und es stellt sich die Frage, was dann? Solche Fragen können momentan von Krankenkassen und anderen Stellen nicht beantwortet werden. Das müsste verbessert werden.

 

- In medizinischen Entscheidungen müssen die Belange der Menschen stärker berücksichtigt werden

 

- in Spezialabteilungen (z.B. für seltene Lungenerkrankungen) gibt es sehr lange Wartezeiten für einen Termin. Dies müsste verbessert werden.

 

 

 

18. Kommentar von :ohne Name 47436

Barrierefreie Kommunikation

In allen Belangen ist darauf zu achten, dass Informationen in den Kommunikationsformen, die Betroffene nutzen und verstehen (z. B. Gebärdensprache/taktile Gebärdensprache/Lormen/Braille/Einfache Sprache/Leichte Sprache) auch zur Anwendung kommen und Ihnen die Möglichkeit gegeben wird, Assistenz und Dolmetschende in Anspruch zu nehmen.   […]

In allen Belangen ist darauf zu achten, dass Informationen in den Kommunikationsformen, die Betroffene nutzen und verstehen (z. B. Gebärdensprache/taktile Gebärdensprache/Lormen/Braille/Einfache Sprache/Leichte Sprache) auch zur Anwendung kommen und Ihnen die Möglichkeit gegeben wird, Assistenz und Dolmetschende in Anspruch zu nehmen.

 

Betroffene, Angehörige und das Umfeld sollte aktiv darüber aufgeklärt werden, welche Kostenträger diese Leistungen übernehmen und wo und wie diese Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können. Kliniken, Krankenversicherungen, Pflegeversicherung und weitere Kostenträger und Dienstleister sollten wissen wo und wie man Kontakt und Adressen zu Assistenz/Taubblindenassistenz und Gebärdensprachdolmetschenden bekommt und auf Nachfrage auch Auskunft geben können.

 

Menschen mit Einschränkungen im Sehen UND Hören brauchen in der Regel mehr Zeit für die Verarbeitung von Informationen. Bei der medizinischen Versorgung sollte es für Ärzte und Therapeuten möglich sein, diesen Zeitaufwand vergütet zu bekommen und die Zeit auch zur Verfügung stellen zu können.

 

Die doppelte Sinnesbehinderung braucht Ärzte und Therapeuten, die sich auf diese besondere Lebens- und Kommunikationssituation einlassen und gegebenenfalls mit Unterstützung von Taubblindenassistenz und/oder Gebärdensprachdolmetschenden die Patienten umfassend informieren und dadurch eine optimale medizinische Versorgung ermöglichen.

 

Barrierefreie psychotherapeutische Angebote müssen unterstützt und gefördert werden. Therapeuten mit Zusatzkompetenzen im Bereich Hörsehbehinderung/Taubblindheit und Kenntnissen der erforderlichen Kommunikationsformen (Lormen/taktile Gebärdensprache/Gebärdensprache/Einfache Sprache) sollten unbedingt die Möglichkeit bekommen, therapeutisch tätig zu sein.

 

19. Kommentar von :LAG Selbsthilfe Bärbel Kehl-Maurer

Kosten

- Schaffung von zusätzlichen Zeitfenstern und Kostenerstattungens-Korridoren für die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung

 

- unbürokratische., einfache Abrechnung durch die Ärzte vereinbaren

20. Kommentar von :LAG Selbsthilfe Bärbel Kehl-Maurer

Prävention für Menschen mit Behinderung

- Ausbau des gesamten Bereiches der Prävention unter Berücksichtigung der unterschiedliche Behinderungen und deren Bedarfe

 

- Leichte Sprache

- z. B. spezielle Kurse in Wohnheimen anbieten

Ergebnisse der weiteren Arbeitsgruppen