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Forschung gestaltet Digitalisierung: Schlüsseltechnologie Intelligente Systeme

Intelligente Systeme werden viele Anwendungsbereiche, vor allem in den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, fundamental verändern und neue Anwendungsmöglichkeiten schaffen.

Intelligente Systeme schließen autonom den Zyklus von Wahrnehmung, Handlung und Lernen, die sogenannte „Perception-Action-Learning“-Schleife. Sie eröffnen damit den Weg zur Künstlichen Intelligenz. Es handelt sich um Systeme, die aus ihrer Wahrnehmung (beispielsweise ihrer Umgebung) und ihren vorangegangen Erfahrungen ihre nächsten Handlungen steuern und aus den dabei neu gewonnenen Erfahrungen lernen. Intelligente Systeme werden viele Anwendungsbereiche fundamental verändern und neue Anwendungsmöglichkeiten schaffen. Auch wenn in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht wurden, sind noch viele Forschungsfragen offen. Mit der Einrichtung des Cyber Valley Baden-Württemberg, einer gemeinsamen Forschungsinitiative von Wissenschaft und Wirtschaft, hat das Land einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Weitere sollen folgen.

In dem Themenfeld „Forschung gestaltet Digitalisierung“ werden wir Schwerpunkte in den Lebens-, Natur- und Ingenieurwissenschaften setzen. Die Analyse und Interpretation großer Datenmengen als Basis für die personalisierte Medizin sowie die Suche nach medizinischen Wirkstoffen sollen die Weiterentwicklung in der Medizin anregen. Innovationen und richtungsweisende Ideen zur Share Economy werden ebenso adressiert wie die digitale Zukunft in den Ingenieurwissenschaften.

Als wichtige „Enabling Technologies“  wurden identifiziert:

  • Maschinelles Lernen,
  • Wahrnehmung und Computer Vision,
  • Autonome Robotik.

Als Anwendungsfelder stehen im Zentrum: 

  • Mobilität mit dem Schwerpunkt autonomes Fahren,
  • Gesundheit mit den Schwerpunkten personalisierte Medizin und Medizintechnik,
  • Industrie 4.0.

Was erwarten Sie in Zukunft von der Weiterentwicklung intelligenter Systeme? 

Welche Forschungsbereiche werden aus Ihrer Sicht in den kommenden Jahren ebenfalls entscheidend vom Einsatz Künstlicher Intelligenz getrieben werden?

Sie konnten bis zum 24. April 2017 Ihre Ideen und Meinung einbringen und mitdiskutieren.

Kommentare : zu „Schlüsseltechnologie Intelligente Systeme“

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2. Kommentarvon :Eberhard Frank

AI und virtuelle Systeme

Vor kurzem fragte uns ein Auto-Manager, wie man feststellen könne „Was Machine denkt?“. Kevin Kelly von Wired geht noch weiter und fragt, wie man feststellen könnte, ob „ein intelligentes System vorliegt“. Und generell stellt sich für intelligente, und damit nicht direkt nachvollziehbare, Vorgänge die Frage nach der Überprüfbarkeit und

Vor kurzem fragte uns ein Auto-Manager, wie man feststellen könne „Was Machine denkt?“. Kevin Kelly von Wired geht noch weiter und fragt, wie man feststellen könnte, ob „ein intelligentes System vorliegt“. Und generell stellt sich für intelligente, und damit nicht direkt nachvollziehbare, Vorgänge die Frage nach der Überprüfbarkeit und Verifikation.

Ein Teilaspekt dieser Fragen lässt sich mit virtuellen Systemen oder virtuellen Welten adressieren. In diesen Welten werden autonome Systeme entwickelt, getestet und ein Verhaltensprofil erstellt. Die Sensorik wird für autonome Systeme simuliert und die Interaktion mit einer Umwelt und Szenarien ermöglicht und umgesetzt. Darüber hinaus können Maschinen in der Interaktion mit anderen Maschinen, auch anderen Fabrikats, getestet und trainiert werden.

Zu den gesammelten Daten kommen definierte Szenerien hinzu. Diese werden komplettiert und stimuliert mit synthetisch generierten Daten. Ein zusätzliches Mittel für das „Lernen“ der Maschinen, bis hin zu einer visuellen Programmierung.

Zuletzt ergeben diese Welten Einsichten für den Menschen. Diese Einsichten werden durch in der Realität nicht mögliche Darstellungen erweitert, welche zum Beispiel die Ausleuchtung einer Sensorik oder andere mit Objekten verbundene Systemgrössen zeigen. Da die Steuerung von und Signalisierung in Systemen vermehrt digitalisiert und damit ein Übersicht nur noch virtuell sinnvoll wird, bekommen diese Welten auch einen operativen Aspekt.

AI braucht seine Welt und der Mensch braucht einen Zugang. Visuelle virtuelle Welten bieten hierzu eine Lösung.

1. Kommentarvon :Eberhard Frank
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Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

Kontakt : Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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