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Schüler der Oberstufe (Quelle: dpa)

Bürgerforum G8/G9

Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler

  • Unterschiede Stadt und Land
  • Unterschiede Jungen und Mädchen
  • Lernbedingungen, Art des Unterrichts
  • mentale und soziale Reife / Gesundheit
  • kognitive Reife für Lerninhalte
  • Möglichkeiten für außerschulisches Engagement / Ehrenamt, Auslandsaufenthalte, Projektwochen
  • psychische und mentale Belastung
  • Coronafolgen, zum Beispiel Wissenslücken

Sie konnten den Themenbereich bis zum 22. September 2023, 17 Uhr, kommentieren.

Kommentare : zu Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler

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55. Kommentar von :ohne Name 63661

Dem "Ländle" gehen mit der Zeit die Künstler*innen aus

Ich leite seit bald 25 Jahren eine private Musikschule in einer größeren Stadt in Ba-Wü. Wir haben seit dem Umstieg von G9 auf G8 einen signifikanten Anstieg der Zahl von Abmeldungen vom Instrumentalunterrichts bei Kindern, die in die 5.Klasse, spätestens 6. Klasse des Gymnasiums kommen. Und das bei Kindern, die zum Teil schon seit der 1.Klasse

Ich leite seit bald 25 Jahren eine private Musikschule in einer größeren Stadt in Ba-Wü.
Wir haben seit dem Umstieg von G9 auf G8 einen signifikanten Anstieg der Zahl von Abmeldungen vom Instrumentalunterrichts bei Kindern, die in die 5.Klasse, spätestens 6. Klasse des Gymnasiums kommen. Und das bei Kindern, die zum Teil schon seit der 1.Klasse ein Instrument lernen und durchaus musikalisch talentiert und interessiert sind. Warum ? Weil sie schlich und ergreifend keine Zeit mehr für ihr Instrument haben, geschweige denn für zusätzliche Ensemble-Proben oder Bandprojekte.

Auch die Außerschulische Bildung ist Bildung und wird hier gekappt. So unzureichend investiert die Landesregierung in ihre Wirtschaft, aber nicht in ihren Nachwuchs, in ihre Kinder !

54. Kommentar von :ohne Name 62590

Vergleich mit Schweden

Erfahrung aus dem Schüleraustausch mit einem schwedischen Gymnasium (Oberstufe): Die Schülerinnen und Schüler haben von 8.30-15 Uhr Unterricht und einmal im Monat einen "studiedag", einen Tag unterrichtsfrei zum Lernen. Sehr viel entspannter als bei uns in der Oberstufe! Die Wirtschaft funktioniert dort auch.

53. Kommentar von :ohne Name 63670

G9 statt G8

G8 bedeutet für Schüler: 50-Stunden-Woche, prallvolle Nachmittage, keine Zeit für Musik, Theater, Kunst, Literatur mit Muße, demokratisches Engagement, stressiges Aneinandervorbeirennen

52. Kommentar von :Erik Ruckebier

Außerschulisches Engagement

Ich Engagiere mich seit langem in der Jungendarbeit. Seid G8 ist es immer es immer schwieriger Jugendliche für diese Arbeit zu begeistern. Spätestens in der Oberstufe brechen die meisten ihr Engagement in der Jugendarbeit ab oder steigen erst gar nicht ein, da man ja "in eineinhalb Jahren, eh wieder weg ist". Genau hier fehlt das dritte

Ich Engagiere mich seit langem in der Jungendarbeit. Seid G8 ist es immer es immer schwieriger Jugendliche für diese Arbeit zu begeistern. Spätestens in der Oberstufe brechen die meisten ihr Engagement in der Jugendarbeit ab oder steigen erst gar nicht ein, da man ja "in eineinhalb Jahren, eh wieder weg ist". Genau hier fehlt das dritte Oberstufenjahr.

51. Kommentar von :ohne Name 63592

Für G9 - dem Lernen Zeit geben

Bildung ist mehr als die Aneignung von Inhalten und in einem sehr wesentlichen Maße auch auf das Gelingen von Kommunikation angewiesen. Die Interaktion von Lehrkraft und SuS braucht Zeit, Lernen braucht Zeit, die in sehr wesentlichem Maße dann der Persönlichkeitsentwicklung der SuS zu Gute kommt, wenn sich Gelerntes sukzessive vertiefen und setzen

Bildung ist mehr als die Aneignung von Inhalten und in einem sehr wesentlichen Maße auch auf das Gelingen von Kommunikation angewiesen. Die Interaktion von Lehrkraft und SuS braucht Zeit, Lernen braucht Zeit, die in sehr wesentlichem Maße dann der Persönlichkeitsentwicklung der SuS zu Gute kommt, wenn sich Gelerntes sukzessive vertiefen und setzen kann.

50. Kommentar von :ohne Name 63589

Rahmenbedingungen

Schüler:innen auf dem allgemeinbildend Gymnasium sind eindeutig benachteiligt. In kürzerer Zeit sollen / müssen sie erreichen, wofür andere ein Jahr länger Zeit haben. Am Ende zählt der Schnitt im Abitur und entscheidet über die Zulassung. Dazu kommt, dass das Abitur am BGY leichter ist, also weniger Leistung für den gleichen Schnitt notwendig ist.

Schüler:innen auf dem allgemeinbildend Gymnasium sind eindeutig benachteiligt. In kürzerer Zeit sollen / müssen sie erreichen, wofür andere ein Jahr länger Zeit haben. Am Ende zählt der Schnitt im Abitur und entscheidet über die Zulassung. Dazu kommt, dass das Abitur am BGY leichter ist, also weniger Leistung für den gleichen Schnitt notwendig ist.

49. Kommentar von :ohne Name 63547

Schülerinnen und Schüler

Als dreifache Mutter und Gymnasiallehrerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich das Lernen in G8 bei den meisten um ein "Bulimie-Lernen" handelt - von Nachhaltigkeit keine Spur! Die Übungsphasen während des Unterrichts sind deutlich kürzer, gleichzeitig sind ab Klasse 7 drei bis vier mal Nachmittagsunterricht die Regel! Zeit für Sport,

Als dreifache Mutter und Gymnasiallehrerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich das Lernen in G8 bei den meisten um ein "Bulimie-Lernen" handelt - von Nachhaltigkeit keine Spur!
Die Übungsphasen während des Unterrichts sind deutlich kürzer, gleichzeitig sind ab Klasse 7 drei bis vier mal Nachmittagsunterricht die Regel! Zeit für Sport, Musik, Familie und Freunde bleibt auf der Strecke! Ein "Lernen fürs Leben" ist nicht möglich!

48. Kommentar von :ohne Name 63556

Stadt, Land und außerschulisches Engagement

Im ländlichen Schulzentrum mit Realschule, allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien ist individuelle Zuordnung und Wechsel möglich. Jede/r kann unterrichtlich und darüber hinaus eigene Schwerpunkte setzen und jeweils in mehreren 10tägigen außerschulischen Praktika neue Erfahrungen machen und begleitet reflektieren. Dies gilt für ein

Im ländlichen Schulzentrum mit Realschule, allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien ist individuelle Zuordnung und Wechsel möglich.
Jede/r kann unterrichtlich und darüber hinaus eigene Schwerpunkte setzen und jeweils in mehreren 10tägigen außerschulischen Praktika neue Erfahrungen machen und begleitet reflektieren.

Dies gilt für ein mehrzügiges städtisches Gymnasium genauso.

Dazu kommen jeweils regionale Schullandheim- wie Auslandsaufenthalte; ggf finanziell unterstützt von Fördervereinen.

Schulsozialarbeiter und -psychologen beraten und begleiten ggf.

G9 bietet eine längere unterstützende Findungs- und Reifungszeit der SuS über die formale Bildung hinaus.

47. Kommentar von :ohne Name 63541

Kursstufe zu kurz

Die Belastung durch viele Unterrichtsstunden war schon in der Mittelstufe zu hoch, dazu sagte die Lehrerin z.B. bei der Einführung der Bruchrechnung, dass die Schülerinnen und Schüler eigentlich erst ein Jahr später die kognitive Reife dafür hätten. Besonders einschneidend finde ich aber, dass der Kursstufe ein Jahr fehlt. Es bleibt kaum Platz,

Die Belastung durch viele Unterrichtsstunden war schon in der Mittelstufe zu hoch, dazu sagte die Lehrerin z.B. bei der Einführung der Bruchrechnung, dass die Schülerinnen und Schüler eigentlich erst ein Jahr später die kognitive Reife dafür hätten.
Besonders einschneidend finde ich aber, dass der Kursstufe ein Jahr fehlt. Es bleibt kaum Platz, etwas auszuprobieren, ein unbekanntes Fach zu wählen o.ä. Auch finden die Schüler in den Kursen nicht richtig zusammen. Bis eine soziale und auch Lerngemeinschaft entsteht, ist die Zeit schon wieder vorbei. Das letzte Halbjahr besteht fast nur aus Abiturvorbereitung, trotzdem gibt es formal auch in den anderen Fächern noch Unterricht, den die Schüler aber nur noch absitzen (oder gleich schwänzen). Die Regelung in den anderen Bundesländern, wo das Abi früher im letzten Halbjahr liegt, ist da realistischer. Sie können sich das erlauben, weil sie den Stoff auf das zusätzliche Kursstufenjahr verteilen können.

46. Kommentar von :ohne Name 63469
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