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Schüler der Oberstufe (Quelle: dpa)

Bürgerforum G8/G9

Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler

  • Unterschiede Stadt und Land
  • Unterschiede Jungen und Mädchen
  • Lernbedingungen, Art des Unterrichts
  • mentale und soziale Reife / Gesundheit
  • kognitive Reife für Lerninhalte
  • Möglichkeiten für außerschulisches Engagement / Ehrenamt, Auslandsaufenthalte, Projektwochen
  • psychische und mentale Belastung
  • Coronafolgen, zum Beispiel Wissenslücken

Sie konnten den Themenbereich bis zum 22. September 2023, 17 Uhr, kommentieren.

Kommentare : zu Rahmenbedingungen für die Schülerinnen und Schüler

Die Kommentierungsphase ist beendet. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

45. Kommentarvon :ohne Name 63469

Keine Zeit für Freizeitaktivitäten

Als Mutter zweier Söhne am Gymnasium muss ich klar Stellung beziehen FÜR G9! Die Kinder haben keine Zeit mehr für Freizeitaktivitäten, Hobbies, Vereine, soziales Miteinander, ... Die komplette Zeit geht für Schule drauf und es ist einfach immer nur stressig! Die Kinder dürfen nicht mehr Kind sein, sich ausleben, entdecken, spielen, sich

Als Mutter zweier Söhne am Gymnasium muss ich klar Stellung beziehen FÜR G9!

Die Kinder haben keine Zeit mehr für Freizeitaktivitäten, Hobbies, Vereine, soziales Miteinander, ... Die komplette Zeit geht für Schule drauf und es ist einfach immer nur stressig!

Die Kinder dürfen nicht mehr Kind sein, sich ausleben, entdecken, spielen, sich entwicklen. Der komplette Alltag dreht sich um Schule, lernen und nacharbeiten, was im Unterricht nicht ausführlich genug geübt werden kann...denn Zeit, um Themen umfangreich und nachhaltig zu bearbeiten, bleibt nicht!

 

Klare Stellung: G9 jetzt!!!

44. Kommentarvon :ohne Name 63385

Keine Zeit für außerschulische Betätigungen

Das G8 zwingt die Jugendlichen dazu, immer mehr außerschulische Aktivitäten aufzugeben aus Zeitnot. Vor allem musische Betätigungen fallen dann aus, was sich zu ungunsten der allgemeinen Reife der Jugendlichen auswirkt und zum anderen Instrumentalunterricht immer schwieriger wenn nicht unmöglich macht. Keine gute Vorraussetzung für Menschen, auf

Das G8 zwingt die Jugendlichen dazu, immer mehr außerschulische Aktivitäten aufzugeben aus Zeitnot. Vor allem musische

Betätigungen fallen dann aus, was sich zu ungunsten der allgemeinen Reife der Jugendlichen auswirkt und zum anderen Instrumentalunterricht immer schwieriger wenn nicht unmöglich macht. Keine gute Vorraussetzung für Menschen, auf die in den nächsten Jahren sicher nicht einfache Zeiten zukommen. Resilienz fördern geht anders.

43. Kommentarvon :ohne Name 63319

Entwicklungsmöglichkeiten junger Menschen

Die Rückkehr zu G9 würde aus meiner Sicht die Entwicklungsmöglichkeiten junger Menschen verbessern. Sei es durch mehr Freiräume in der Freizeitgestaltung (Instrument erlernen, persönliche Fähigkeiten ausbilden) als auch das Jahr mehr um zu Reifen und sich orientieren zu können. Aktuell beobachte ich bei den Jugendlichen eine unangenehme Unruhe

Die Rückkehr zu G9 würde aus meiner Sicht die Entwicklungsmöglichkeiten junger Menschen verbessern. Sei es durch mehr Freiräume in der Freizeitgestaltung (Instrument erlernen, persönliche Fähigkeiten ausbilden) als auch das Jahr mehr um zu Reifen und sich orientieren zu können.

Aktuell beobachte ich bei den Jugendlichen eine unangenehme Unruhe beim Durchlaufen der Schulzeit. Nur wenige können es sich leisten ein Orientierungsjahr einzulegen um ihre "Fühler" in alle möglichen Richtungen auszustrecken.

Ebenso bin ich der Meinung, dass wir von den Bildungssystemen anderer Länder abschauen sollten, wie man Fähigkeiten und Fertigkeiten junger Menschen entwickelt. Und diese Entwicklung braucht die aktuell fehlende Zeit.

42. Kommentarvon :Instrumentallehrerin

Musische Aktivitäten

Durch G8 ist die Belastung, insbesondere zeitliche Belastung so groß geworden, dass auch musische Aktivitäten in allen Bereichen stark behindert sind. Das gilt in der Spitze wie in der Breite. Aus meiner Erfahrung als Instrumetallehrerin kann ich feststellen, dass seit Einführung des G8 eine Beteilgung an Jugend musiziert seltener geworden ist und

Durch G8 ist die Belastung, insbesondere zeitliche Belastung so groß geworden, dass auch musische Aktivitäten in allen Bereichen stark behindert sind. Das gilt in der Spitze wie in der Breite. Aus meiner Erfahrung als Instrumetallehrerin kann ich feststellen, dass seit Einführung des G8 eine Beteilgung an Jugend musiziert seltener geworden ist und auf größere Schwierigkeiten in der Vorbereitung stößt. Auch mit nicht-Jugend-musiziert-Teilnehmenden lassen sich aufgrund von Stundenplanproblemen und hohem schulischen Arbeitspensum gemeinschaftliche Projekte wie Kammermusikproben, Teilnahme an Vorspielen etc. schwerer erreichen und sind mit mehr Unwägbarkeiten konfrontiert. Damit, mit derartigen musischen und anderen außerschulischen Betätigungsfeldern, werden aber wichtige Felder der Menschenbildung und Persönlicheitsentwicklung der Heranwachsenden eingeschränkt. Dabei sind diese gerade heute in einer Zeit multipler Krisen wichtiger denn je.

Eine Lösung außer der Rückkehr zu G9 könnte eine echte Ganztagsschule sein, in der solche Angebote wie Instrumentallunterricht in den schulischen Tagesablauf integriert sind. Denn die jetzige Form des G8 gleicht einer verbrämten Ganztagsschule, in der aber die Belastungen der nachmittäglichen Bewältigung von Anforderungen, Interessen und der zugehörigen Infrastruktur gänzlich von der Schule auf Eltern und Schüler übertragen wird und sie damit allein gelassen werden. Hier ist das Land in der Pflicht.

41. Kommentarvon :ohne Name 63271

Außerschulische Bildung / Wettbewerbe

Durch eine verlängerte Schulzeit haben die Schüler:innen Zeit und auch die Perspektive sich bürgerschaftlich zu engagieren oder auch an schulischen Förderungen wie Austauschen und Wettbewerben teilzunehmen. Die außerschulischen und außerunterrichtlichen Angebote prägen eine Persönlichkeit stark. Diese kann besonders an einem allgemeinbildenden

Durch eine verlängerte Schulzeit haben die Schüler:innen Zeit und auch die Perspektive sich bürgerschaftlich zu engagieren oder auch an schulischen Förderungen wie Austauschen und Wettbewerben teilzunehmen. Die außerschulischen und außerunterrichtlichen Angebote prägen eine Persönlichkeit stark. Diese kann besonders an einem allgemeinbildenden Gymnasium gefördert werden. Somit sollten alle Schüler:innen die Chance erhalten. Somit wird auch die Bildungsgerechtigkeit gefördert.

40. Kommentarvon :Informierte Bürgerin

Unterschiede Stadt und Land

Weiterführung und Ausweitung der G9 Modellschulen würde ich favorisieren.

 

Ich gebe zu bedenken, dass es in der Stadt mehr Möglichkeiten gibt, zwischen G8/G9 Gymnasien zu entscheiden. Auf dem Land ist das meist mit längeren Pendelzeiten verbunden.

39. Kommentarvon :ohne Name 63163

Vereine und Verbände

In der Praxis hört man von vielen Jugendverbänden immer wieder, dass der durch G8 zusätzlich auflaufende NAchmittagsunterricht maßgeblich am Mitgliederschwund der Vereine (unter Schülerinnen und Schülern) beteiligt ist.

38. Kommentarvon :Tja

"Verheizen" von Zukunftschancen

Die Schülerinnen und Schüler sind im G8 u.a. durch den vielen Nachmittagsunterricht einem enormen Stress ausgesetzt. Folge: Nicht all diejenigen, die es bis zum Abitur schaffen könnten, haben den Atem sich diese Belastung über mehrere Jahre aufzuhalsen. Diejenigen, die es bis zum Abitur schaffen, zeigen teilweise schon so etwas wie

Die Schülerinnen und Schüler sind im G8 u.a. durch den vielen Nachmittagsunterricht einem enormen Stress ausgesetzt.

Folge: Nicht all diejenigen, die es bis zum Abitur schaffen könnten, haben den Atem sich diese Belastung über mehrere Jahre aufzuhalsen.

Diejenigen, die es bis zum Abitur schaffen, zeigen teilweise schon so etwas wie Burn-out-Symptome - ein Jahr Auszeit am Besten weit weg im Ausland ist inzwischen schon mehr die Regel als die Ausnahme. Diese verständliche Schüler-Reaktion konterkariert aber eine der ursprünglichen G8-Ideen - nämlich die Abiturient(inn)en schneller an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Ein Jahr mehr für die Entwicklung und Reife der Schülerinnen und Schüler in einem G9 hätte auch bei den im Unterricht zu besprechenden Themen große Vorteile. Sowohl die Empathie-Fähigkeit als auch das Verständnis für komplexere Zusammenhänge steigt in diesem Alter mit jedem Lebensjahr. Bei G8 werden teilweise Zusammenhänge in der Kursstufe zum späteren Klausur-Abspulen nur auswendig gelernt, aber verstanden wurden sie nicht wirklich. Beim (alten) G9 konnte man als Lehrkraft mit Schülerinnen und Schülern über ähnlich gelagerte Probleme noch ausgiebig diskutieren, beim G8 ist eine Diskussion i.d.R. viel oberflächlicher.

Mein Wunsch: Gebt den Schülerinnen und Schüler mehr Zeit zur Entwicklung!

37. Kommentarvon :Vater von drei Kindern

zur Abwechslung mal verbessern statt verschlechtern

In den letzten 20 Jahren haben sich Rahmenbedingungen an Schulen immer wieder und wieder verschlechtert, verbessert dagegen nie. Schulen bekommen inwischen weniger Lehrerstunden zur Einrichtung von Kursen aller Fächer in der Oberstufe, Schulen bekommen immer weniger Stunden für Ergänzungsbereiche (AGs etc.), Vorschriften für Raumgrößen bei

In den letzten 20 Jahren haben sich Rahmenbedingungen an Schulen immer wieder und wieder verschlechtert, verbessert dagegen nie.

Schulen bekommen inwischen weniger Lehrerstunden zur Einrichtung von Kursen aller Fächer in der Oberstufe, Schulen bekommen immer weniger Stunden für Ergänzungsbereiche (AGs etc.), Vorschriften für Raumgrößen bei Schulhausneubauten wurden geringer, bei Umbauten fallen Räume weg, steigen Schülerzahlen, werden Fachräume zu Klassenzimmern umgewidmet und entfallen, geht die Entwicklung dagegen in die andere Richtung, liegen Räume brach und werden nicht wieder eingerichtet.

Bauliche Zustände und Möblierung sind oft zum Weinen, der Digitalpakt wird nur in kleinen Teilen als Flickenteppich umgesetzt. Nirgends nimmt man im Schulbereich konkrete Auswirkungen der Versprechen der wechselnden Landesregierungen wahr, mehr in die Bildung zu investieren. Wenn investiert wird, dann nicht dort, wo es nötig wäre, sondern in überflüssige Strukturreformen ("Qualitätsoffensive", die keine ist) oder wahrlich dumme Plakataktionen.

Nun wäre die Chance zum Greifen nah, endlich durch einen aufrichtigen Schritt, die Fehlentscheidung G8 flächendeckend zu korrigieren.

36. Kommentarvon :ohne Name 62908

Schüler am Limit bei G8

Seit Jahren beobachte ich zunehmend die Auswirkungen des straffen G8 mit einigen Schülern, die deshalb Angsterkrankungen erlitten oder auf niedrigere Schulformen wechseln, um diesem Druck zu entgehen. Dies sind Schülerinnen und Schüler, die unter G9 Bedingungen einen guten Abschluss am Gymnasium erzielen könnten und der ihnen im weiteren Leben

Seit Jahren beobachte ich zunehmend die Auswirkungen des straffen G8 mit einigen Schülern, die deshalb Angsterkrankungen erlitten oder auf niedrigere Schulformen wechseln, um diesem Druck zu entgehen. Dies sind Schülerinnen und Schüler, die unter G9 Bedingungen einen guten Abschluss am Gymnasium erzielen könnten und der ihnen im weiteren Leben Türen öffnen könnte, die durch G8 und die damit verbundenen Auswirkungen verschlossen bleiben.