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Kinder

Kindertagesbetreuungs­gesetz

Das Gesetz über die Betreuung und Förderung von Kindern in Kindergärten, anderen Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege (Kindertagesbetreuungsgesetz – KiTaG) soll geändert werden.

Mit einem neuen § 11 KiTaG soll den Trägern die Möglichkeit eingeräumt werden, in begründeten Fällen auf Antrag von den Normierungen des KiTaG und der Kindertagesstättenverordnung (KiTaVO) abzuweichen (sogenannter „Erprobungsparagraf“). Ziel ist es, einen weiten, aber rechtssicheren Rahmen unter Beteiligung der Akteure vor Ort zu eröffnen, damit neue Konzepte entwickelt und erprobt werden können. Will der Träger das erprobte Modell im Anschluss an die Erprobung fortsetzen, ist die Wirksamkeit der Maßnahme nachzuweisen.

Zugleich soll § 2 Absatz 2 KiTaG an die bundesgesetzliche Norm angeglichen werden. Der Passus „Kinder, die auf Grund ihrer Behinderung einer zusätzlichen Betreuung bedürfen, sollen zusammen mit Kindern ohne Behinderung in Gruppen gemeinsam gefördert werden, sofern der Hilfebedarf dies zulässt“ ist abzuändern in die Formulierung: „Kinder mit Behinderungen und Kinder ohne Behinderungen sollen gemeinsam gefördert werden. Die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen und von Kindern, die von Behinderung bedroht sind, sind zu berücksichtigen.“

Weiter soll eine Ergänzung im Fachkräftekatalog (§ 7 KiTaG) erfolgen. Die Kinderpflegeausbildung wurde weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Berufsbezeichnung geändert. Die Absolventinnen und Absolventen der weiterentwickelten Ausbildung sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „staatlich anerkannte sozialpädagogische Assistentin und staatlich anerkannter sozialpädagogischer Assistent“ zu führen.

Kommentare : zum Kindertagesbetreuungsgesetz

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64. Kommentar von :J.S.
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63. Kommentar von :ohne Name 59878

Augenwischerei

Für mich ist das Ganze Augenwischerei. Es geht schon lange nicht mehr um frühkindliche Bildung sonder schlichtweg um Betreuung und Aufbewahrung der Kinder. Von Inklusion fange ich erst gar nicht an. Hier im Grenzgebiet wandern bereits viele ab in andere Bundesländer oder werfen komplett das Handtuch als Pädagog*in. Die Politik hat seit Jahren

Für mich ist das Ganze Augenwischerei. Es geht schon lange nicht mehr um frühkindliche Bildung sonder schlichtweg um Betreuung und Aufbewahrung der Kinder. Von Inklusion fange ich erst gar nicht an.

Hier im Grenzgebiet wandern bereits viele ab in andere Bundesländer oder werfen komplett das Handtuch als Pädagog*in.
Die Politik hat seit Jahren versäumt die Rahmenbedingungen zu verbessern, und nun DAS.
Nach vielen Jahren als Pädagog*in und Leitung in BaWü bin ich nun soweit, mich beruflich in ein anderes Bundesland zu bewegen!

62. Kommentar von :Janina Kleinert

"Rechtssicherheit" für wen...?!

Was gewinnen wir damit? Mehr Spielraum? Wofür…? Für untragbare und indiskutable Arbeitsbedingungen für pädagogisches Fachpersonal, das seinen Beruf eigentlich mal gerne gemacht hat? Für das grenzenlose Verheizen von angehenden (bisher noch) motivierten Fachkräften, deren Ausbildung den Namen ohnehin schon vielfach nicht mehr verdient? Ach ja,

Was gewinnen wir damit? Mehr Spielraum? Wofür…?
Für untragbare und indiskutable Arbeitsbedingungen für pädagogisches Fachpersonal, das seinen Beruf eigentlich mal gerne gemacht hat?
Für das grenzenlose Verheizen von angehenden (bisher noch) motivierten Fachkräften, deren Ausbildung den Namen ohnehin schon vielfach nicht mehr verdient?
Ach ja, sprechen wir nicht zuletzt eigentlich auch mal über das „Mehr an Spielraum“ für gravierende Kindeswohlgefährdung, die auch ohne weitere "Experimente" schon explodiert…?
Und wo experimentieren wir als Nächstes? Im Straßenverkehr mit Menschen, die zwar keinen Führerschein haben, aber Autos ganz toll finden…?
Toller Vorschlag - Danke für Nichts!
Mal sehen, wie lange wir uns diesen Wahnsinn alle miteinander noch geben - bis auch die letzte fähige und engagierte Fachkraft erfolgreich vergrault wurde und schreiend davon läuft... und dann sind wieder alle schockiert angesichts der Konsequenzen...?!
Denkt hier eigentlich auch mal irgendjemand an die Kinder?!?

Janina Kleinert
- Ex-Fachkraft, Ex-Kitaleitung, aktuell Fachberatung, die angesichts solcher "genialer Ideen", demnächst völlig die Fassung verliert...

61. Kommentar von :Katrin Jodeleit

Alles voll easy peasy lemon squeezy

Liebe Kinder, Familien, pädagogischen Fachkräfte und Kita-Träger, leider haben wir in der Landes- und Bundesregierung die zahlreichen Warnungen der letzten 10 Jahre versehentlich überhört. Das war ja auch wichtig, dass wir wiedergewählt werden, da mussten wir hier und da ein paar inhaltliche Abstriche machen. Und jetzt haben wir leider diesen

Liebe Kinder, Familien, pädagogischen Fachkräfte und Kita-Träger,

leider haben wir in der Landes- und Bundesregierung die zahlreichen Warnungen der letzten 10 Jahre versehentlich überhört. Das war ja auch wichtig, dass wir wiedergewählt werden, da mussten wir hier und da ein paar inhaltliche Abstriche machen. Und jetzt haben wir leider diesen gigantischen Fachkraftmangel in Kitas. Wirklich blöd. Damit haben wir echt nicht gerechnet. Aber da müssen wir jetzt durch. Achne, da müsst ja ihr nur durch, wir nicht. Das werdet ihr schon schaffen, so wie immer. Haltet durch, wir denken an euch! Wir erlauben euch auch den Einsatz geeigneter Betreuungskräfte, wenn ihr selbst dafür die Verantwortung übernehmt. Geeignet ist ja quasi jedeR mit einem sauberen erweiterten Führungszeugnis. Außerdem verkürzen wir noch die Ausbildungsdauer, erfinden den Direkteinstieg, erhöhen die Gruppengrößen, kürzen die Zuschüsse für Freiwilligendienste, und, und, und.... Bildung ist gar nicht so wichtig, denn die Kinder von heute können dann einfach alle in der Autoindustrie am Band arbeiten. Immerhin haben wir dem Kitabereich eine bescheuerte Werbekampagne erspart.

Alles voll easy peasy lemon squeezy.

Katrin Jodeleit, Dachverband der Kleinen Freien Kita-Träger Tübingen e.V.

60. Kommentar von :ohne Name 59866

Kindertagesbetreuungsgesetz

So kann man es natürlich auch machen: wenn die Bedingungen nicht an die Realität passen, ändern wir einfach den Rahmen der Bedingungen und erweitern den Rahmen! Sehr klug! Noch mehr Kinder in meiner Gruppe und noch mehr Kinder mit Hilfebedarf in meiner Gruppe, bei gleichem Gehalt, Langzeit-Kranken Kollegen und keine Unterstützung vom Land! So

So kann man es natürlich auch machen: wenn die Bedingungen nicht an die Realität passen, ändern wir einfach den Rahmen der Bedingungen und erweitern den Rahmen! Sehr klug! Noch mehr Kinder in meiner Gruppe und noch mehr Kinder mit Hilfebedarf in meiner Gruppe, bei gleichem Gehalt, Langzeit-Kranken Kollegen und keine Unterstützung vom Land! So werden noch mehr ErzieherInnen den Job aufgeben und in andere Bereiche wechseln! Das ist eure Lösung für die Probleme in der Kinderberteuung???

59. Kommentar von :ohne Name 59866

Kindertagesbetreuungsgesetz

So kann man es natürlich auch machen: wenn die Bedingungen nicht an die Realität passen, ändern wir einfach den Rahmen der Bedingungen und erweitern den Rahmen! Sehr klug! Noch mehr Kinder in meiner Gruppe und noch mehr Kinder mit Hilfebedarf in meiner Gruppe, bei gleichem Gehalt, Langzeit-Kranken Kollegen und keine Unterstützung vom Land! So

So kann man es natürlich auch machen: wenn die Bedingungen nicht an die Realität passen, ändern wir einfach den Rahmen der Bedingungen und erweitern den Rahmen! Sehr klug! Noch mehr Kinder in meiner Gruppe und noch mehr Kinder mit Hilfebedarf in meiner Gruppe, bei gleichem Gehalt, Langzeit-Kranken Kollegen und keine Unterstützung vom Land! So werden noch mehr ErzieherInnen den Job aufgeben und in andere Bereiche wechseln! Das ist eure Lösung für die Probleme in der Kinderberteuung???

58. Kommentar von :ohne Name 54045

Zukunftsparagraf

Ich finde es sehr bedauerlich, dass das Niveau der frühkindlichen Bildung immer weiter sinkt. Mehr Kinder und weniger Fachkräfte!! Die Politik hat jahrelang geschlafen und nun soll es die Basis retten, weil keiner eine Lösung weiß. Ist das ein Kompliment? Ich denke nein. Es ist eine Bankrott- Erklärung. Keiner weiß eine Lösung- das ist Fakt.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass das Niveau der frühkindlichen Bildung immer weiter sinkt. Mehr Kinder und weniger Fachkräfte!!
Die Politik hat jahrelang geschlafen und nun soll es die Basis retten, weil keiner eine Lösung weiß. Ist das ein Kompliment? Ich denke nein. Es ist eine Bankrott- Erklärung.
Keiner weiß eine Lösung- das ist Fakt.
Mit diesen Zukunftsparagrafen- Plänen gewinnt man kein Verständnis – im Gegenteil: man sät Zwietracht zwischen den Eltern, den Trägern und den päd. Fachkräften. Letztere fühlen sich nicht ernst genommen. Unsere Fachkräfte haben für bessere Rahmenbedingungen demonstriert – der Tarifabschluss bildet nicht das ab, um was es geht. Die Eltern stehen unter einem großen Druck und möchten ihre Kinder versorgt wissen, womöglich auch unter schlechteren Bedingungen. Der Bürgermeister und der Gemeinderat haben die Bedürfnisse der Bürger im Auge. Wer sieht die Bedürfnisse der Kinder?
Ich weiß auch kein Allheilmittel. Überall Fachkräfte- Mangel, in der Pädagogik, aber auch in vielen anderen Bereichen.
Aber die Rahmenbedingungen noch mehr zu verschlechtern führt nur dazu, dass das bisher noch motivierte und engagierte Personal aufgibt. Das wollen wir nicht!
Den Rechtsanspruch in der Krippe zurücknehmen wäre zumindest eine Möglichkeit, einige Fachkräfte für den Kindergartenbereich zu gewinnen. Dann jedoch fehlen uns die Krippen- Eltern, die bisher berufstätig waren. Das gleiche gilt für den Rechtsanspruch in der Ganztagesbetreuung in der Grundschule.
Die konventionelle Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft müsste man dringend ebenso bezahlen wie die PiA. Letztere ist für viele zu anspruchsvoll. Die Bezahlung der Studierenden der frühkindlichen Bildung kann nicht auf dem Niveau der Fachschulausbildung bleiben. So können wir die studierten Fachkräfte nicht in der Kita halten!
Aber das sind kleine Stellschrauben. Es fehlt der politische Wille den großen Wurf zu machen.
Das ist sehr traurig und zeigt die geringe Wertschätzung der Bildung im Allgemeinen und besonders der in der frühen Kindheit.
Unsere Gesellschaft ändert sich, nicht alle fühlen sich mitgenommen. Wer kann das auffangen? Wenn dann die Beziehung zu den Pädagogischen Fachkräften so eingeschränkt wird, gibt es wenig Spielraum.
Kinder mit herausfordernden Themen (Beeinträchtigungen, Behinderungen etc.) nehmen zu, ebenso die Familien, die unter diesen Themen leiden. Zudem haben die psychischen Erkrankungen auch der Eltern zugenommen Die Kitas leisten aktuell einen ganz großen Teil darin, Familien zu begleiten und zu unterstützen. Sie haben niederschwellig den Zugang zu allen und meist das Vertrauen. Das verspielen wir, wenn die Fachkräfte zu viele Familien begleiten sollen. Das können unsere Fachkräfte nicht mehr leisten.
Unter Corona waren viele Varianten möglich. Dies wurde zumindest bei uns in der Kommune sehr verantwortungsbewusst umgesetzt. Das hat uns erleichtert.
Aber die Bedürfnisse der Familien kann man nicht weiter wegreden- zu lange hat die Politik etwas versprochen und kann es nun nicht halten. Nun fängt die Flickschusterei an- wo hört sie auf?



57. Kommentar von :V. K.

Qualität oder Quantität?

Wir sprechen seit Jahren von frühkindlicher Bildung und der Wichtigkeit qualitativer Standards. Es gibt unzählige Studien zur kindlichen Entwicklung und was benötigt wird um selbsttätiges Lernen zu ermöglichen. Und dann werden ständig die Standards herunter geschraubt? Wie ist das noch zu rechtfertigen? Mit welchem Grund? Auf der einen Seite wird

Wir sprechen seit Jahren von frühkindlicher Bildung und der Wichtigkeit qualitativer Standards. Es gibt unzählige Studien zur kindlichen Entwicklung und was benötigt wird um selbsttätiges Lernen zu ermöglichen. Und dann werden ständig die Standards herunter geschraubt? Wie ist das noch zu rechtfertigen? Mit welchem Grund?
Auf der einen Seite wird endlich im Gesetz die Umsetzung der Inklusion verankert und auf der anderen Seite kann der Personalschlüssel unterschritten werden.
Bitte fangt an mehr Geld in die Bildung zu investieren ansonsten braucht sich auch niemand mehr über die schlechten PiSa Studien Ergebnisse mehr beschweren (die werden ja sehr hoch gehängt).

56. Kommentar von :ohne Name 59794

Wann wird frühkindliche Bildung endlich anerkannt?

Wie wäre es zur Abwechslung mal damit, die frühkindliche Bildung Ernst zu nehmen und bestmögliche Bedingungen anstelle immer neuer "Schlupflöcher" zu schaffen? Dazu gehört allem voran eine angemessene Bezahlung um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Ich fordere alle an diesem Prozess beteiligten Politiker*innen dazu auf: nehmen Sie sich 1

Wie wäre es zur Abwechslung mal damit, die frühkindliche Bildung Ernst zu nehmen und bestmögliche Bedingungen anstelle immer neuer "Schlupflöcher" zu schaffen? Dazu gehört allem voran eine angemessene Bezahlung um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Ich fordere alle an diesem Prozess beteiligten Politiker*innen dazu auf: nehmen Sie sich 1 Monat Zeit, hospitieren Sie in verschiedenen Einrichtungen und gehen Sie das Problem an der Wurzel an!!!

Mit kurz gedachten Entschlüssen und Schlupflöchern im Gesetz, werden über kurz oder lang gut ausgebildete Fachkräfte verheizt.
Fröbel erkannte die Wichtigkeit von Bildung - weg von der reinen Ver- und Bewahranstsllt in der es nur um Betreuung ging. Wollen wir wirklich wieder 100 Jahre zurück?

Wie und warum funktioniert die frühkindliche Bildung in nordischen Ländern weitaus besser?
Vielleicht wäre es Zeit, sich dahin gehend zu orientieren denn dort hat die Politik bereits verstanden was wirklich wichtig ist: die Bildung unserer Kinder!!!!

55. Kommentar von :ohne Name 59782

KitaG §11 euer Ernst?

Liebe Politiker, bitte stimmen sie dagegen. Meine Erzieherkollegen und ich sind schon an der Belastungsgrenze. Da immer mehr Personal geht mussten unsere Öffnungszeiten geändert werden nun hatten wir auch noch viele Eltern die Gespräche wollten. Wenn wir noch mehr aufgeladen bekommen, gehen noch mehr ist meine Befürchtung. Und Kommunen werden

Liebe Politiker,
bitte stimmen sie dagegen. Meine Erzieherkollegen und ich sind schon an der Belastungsgrenze. Da immer mehr Personal geht mussten unsere Öffnungszeiten geändert werden nun hatten wir auch noch viele Eltern die Gespräche wollten.
Wenn wir noch mehr aufgeladen bekommen, gehen noch mehr ist meine Befürchtung. Und Kommunen werden das nützen und den Personalschlüssel verändern.
Wohin das dann führt werden Sie dann aber erst 15-20Jahre später sehen…

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